15 Apr 2018

Nordland 2018 / Vorbereitung

Submitted by Bernd

Mitte Mai soll es wieder losgehen, diesmal zuerst mit dem Schwerpunkt Finnland und dann wird man weiter sehen, schauen, was das Leben im hohen Norden so bietet.


Nach der Tour in 2014, hier und hier dokumentiert und nach derjenigen in 2015, hier und hier nachzulesen, war erstmal Pause mit meiner neu/wieder entdeckten Leidenschaft für Skandinavien. Nicht unbegründet kam sie, diese Pause, hatte ich doch mit der Valle Maira im Piemont, mit dem Bergwandern einen alternativen Ansatz gefunden. Jeweils zwei Touren in 2016, hier und hier dokumentiert, sowie in 2017, hier und hier nachzulesen, werden mir in Erinnerung bleiben.

Damit nicht genug, ging es im Februar 2018 bereits wieder los, in die Wintervalle. Und für den September 2018 ist die nächste Tour ins Piemont geplant; diesmal vielleicht mit einem Abstecher an das Mittelmeer.

Juli und der August sind mir, was den unvermeidlichen Tourismus angeht (doch selbst ein Touri ...), zu hektisch und zu überlaufen. In Italien ist es mir um diese Jahreszeit außerdem zu warm und in Skandinavien zu mückig. Private Erfordernisse halten mich im Juli und im August zudem at home, zumindest in Deutschland. So bleibt mir in 2018 idealerweise der Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte Juni für eine längere Tour in den hohen Norden.

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Während der Tour in 2014 stand Finnland nicht auf dem Programm und in 2015 waren es lediglich eine Übernachtung und zwei halbe Fahrtage, die mir das Land dann nur ein kleines Stück weit nahe brachten. Insofern soll diesmal der Schwerpunkt auf Finnland gelegt werden; zumindest, was die ersten zwei Wochen betrifft.

Die Anfahrt ist grundsätzlich auf drei verschiedenen Wegen möglich: Über Schweden und an der Ostseeküste hoch, über Polen und die baltischen Staaten, jeweils mit mindestens einer (kürzeren) Fährverbindung. Oder mit einer Fähre (29 Stunden) direkt von Travemünde nach Helsinki. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden und mag es, auch mal eine längere Schiffstour zu absolvieren. Selbst die ökonomische Seite spricht zumindest nicht gegen diese Planung. Inklusive Fahrzeug und Einzelkabine liegen die Überfahrtkosten bei schlimmstenfalls 500 Euro. Dem stehen ebenfalls (wenngleich geringe) Fährkosten, stehen Spritkosten, Fahrzeugabnutzung, mindestens zwei Übernachtungen, auch Verpflegung etc. und das ganze Drum herum einer Tour über rund 2.000 Kilometer gegenüber.

"Der Weg ist das Ziel", sonst meine gern gelebte Devise; diesmal nicht.

Werde daher spätestens Anfang Mai ein Ticket buchen. Vielleicht ist sogar noch ein Sparpreis d'rin, wenngleich ich mich dann mit einer Innenkabine begnügen muss. Nein, Platzangst wegen der Enge habe ich eigentlich nicht, ansonsten jedoch die Kabine ganz für mich allein; und bis auf die unvermeidlichen Motorengeräusche dann hoffentlich meine Ruhe. Ist ja und wie bereits geschrieben, noch lange keine Haupt- bzw. Touristensaison.

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Die Idee hinter der nun folgenden Routenkarte ist diejenige, nach der Tour durch Finnland und mit der vorläufigen Endpunkt Vaasa alle Optionen offen zu haben: Entweder zurück nach Helsinki (dann via Fähre heimwärts), oder rüber nach Schweden. Auch dort gäbe es die Möglichkeit südwärts zu fahren, von Ystad oder Trelleborg aus die Heimreise mit einer nicht zu langen Fährüberfahrt anzutreten. Aber das ist eigentlich nicht meine primäre Intention. Soweit das Befinden und alles weitere ok ist, würde ich Schweden eher nur horizontal kreuzen und dann an der norwegischen Nordmeerküste ein Ferry-Hopping angehen; ähnlich dem in 2015, nur noch etwas ausgedehnter. Abschließend und von Norden kommend dann über Bergen nach Kristiansand und rüber nach Hitshals (Dänemark).


Die Fähre aus Travemünde legt nach Plan gegen 8 Uhr morgens in Helsinki an und erfahrungsgemäß bin ich dann spätestens kurz nach 9 Uhr on the road.

Habe mir vorgenommen, möglichst nahe an der russischen Grenze nordwärts zu fahren und werde im Vorfeld schon mal die an der geplanten Strecke liegenden Campingplätze ableuchten; im Internet und via meinem ADAC-Campingführer (der ist allerdings aus 2014).

Kittilä und bereits oberhalb des Polarkreises habe ich als vorläufig nördlichsten Punkt dieser Tour mit aufgenommen. Der Ort und der dortige Campingplatz sind mir aus der Tour in 2015 bekannt. Damals, vom Norden Schwedens kommend und auf dem Weg zum Nordkap verbrachte ich dort eine Nacht in einer tollen Hütte; gar mit Sauna.


 <-- give 'em a click for the details

 

Falls es diesmal weiter nordwärts gehen sollte, dann vielleicht nach Kirkenes, dem eisfreien Hafen in Nordnorwegen. Tendenziell eher nicht, aber man weiss ja nie, was unterwegs so passieren kann, auf welche Ideen man kommt ...

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Vielleicht noch als Ergänzung bzw. als Handlungsanweisung für die nächsten Wochen bis zum Beginn der Tour: Lessons Learned  hatte ich nach der Tour von 2015 einen kleinen Blogtext genannt, dessen Details nun wieder aktuell werden und auf ihre weitere Gültigkeit bzw. praktische Relevanz abgeklopft werden müssen.

Was bis zum Beginn der Tour so passiert, das wird hier abgehandelt, für die Tour selbst dann ein neuer Blogtext eröffnet - stay tuned ...


Sonntag, der 22.04.2018:

Die Fährpassage ist gebucht und bestätigt. Am Montag, den 07.05. 2018 geht es nachmittags nach Travemünde, kann man ab 22 Uhr dann dort einchecken und (hoffentlich) so gegen Mitternacht die gebuchte Kabine übernehmen. Bei der geplanten Abfahrt des Schiffes gegen 3 Uhr morgens sollte dann schon die erste Runde eines verdienten Schlafes hinter mir liegen.

Der Ticketservice -hier nochmals verlinkt- machte mir telefonisch ein Angebot, bei dem ich einfach nicht ablehnen konnte, auch wenn der Reisestart nun nicht Mitte Mai, sondern bereits etwas früher liegt. 318 Euro kostet mich die Passage, inclusive Fahrzeug und natürlich auch inklusive der (Innen)Kabine zur Alleinnutzung. Klar, wie gekauft und ohne Stornierungs- bzw. Umbuchungsmöglichkeit.

Schon mal zur Einstimmung, wenngleich es die entgegengesetzte Passage, diejenige von Helsinki nach Travemünde zeigt:
 


Und gut zu wissen, dass es dort auch einen Fitnessraum gibt; was also ggf. in meine für die Kabine vorzubereitende Tasche muß. Noch besser fände ich eine Sauna, aber man wird sehen. Ein finnisches Schiff ohne Sauna, kaum vorstellbar ...

Das angebotene, umfangreiche und dennoch relativ preiswerte Verpflegungspaket habe ich bewußt nicht gebucht. Bin zwar für Seekrankheit nicht wirklich anfällig, aber man weiss ja nie, wie das Wetter so wird. Außerdem mag ich es nicht, mich durch subtilen Zwang (ist ja alles bezahlt ...) vollstopfen zu müssen. Kleinigkeiten habe ich in der Kühlbox dabei (die muß mit auf die Kabine) und ansonsten entscheide ich ganz nach momentanen Befinden und sehr spontan, ob ich etwas in den dort mit Sicherheit vorhandenen Shops und Futterkrippen kaufe.

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