20 Nov 2010

Sturmangriff auf das Herz der Demokratie

Submitted by ebertus

Keine Bedrohung zu groß, kein Vergleich zu abgegriffen, keine Metapher zu schräg für das ehemalige, linksliberale Nachrichtenmagazin. Die Zielgruppe des Mediums ist klar, die eher gutsituierte Mittelklasse, die zur Beruhigung des Gewissens auch schon mal mit dem Cayenne bei Alnatura vorbei fährt; die ansonsten zumindest mehrheitlich grün und immer noch für jede mittige Mehrheit des alternativlosen Sachzwanges zu haben ist.

Dabei, und um im Kontext dieses Magazins der Hofberichterstattung, dieses Beitrages (nein, hier nicht verlinkt) zu bleiben. Die größte Gefahr bei diesem Angriff auf den Reichstag besteht wohl darin, dass neben den überwiegend politischen Marionetten auch die Zahl der Lobbyisten (geringfügig) reduziert werden könnte. Zynismus? Natürlich wird es irgendwann einen Anschlag geben, sogar vielleicht einen "echten", nicht so ala Celler Loch. Aber da wir ja nun einvernehmlich, auch mit einem aktuellen, gar maßgebenden Regierungsmitglied (und seinerseits wohl ohne jede Rücktrittsangst) unsere Wirtschaftsinteressen mit Feuer und Schwert, ja gar (wieder) weltweit vertreten, so könnten sich die Schurken ja zumindest versuchsweise wehren.

Statt zum Mainstream sei hier zur "Realität", manche sagen auch "Realsatire" verlinkt:

http://blog.fefe.de/?ts=b21b43b3

http://blog.fefe.de/?ts=b21b6297

http://blog.fefe.de/?ts=b21b4a7e

OMA's LÖTSTELLEN SICHERN DIE FREIHEIT !

ALARM!ALARM!ALARM!

Wer hätte das gedacht, die Omas sind es, genauer: die amerikanischen!

Sie haben ihre Stricknadeln eingetauscht gegen Lötkolben und Lötzinn, möglicherweise der Marke Fluitin des Küppers Metallwerkes GmbH in Bonn, 1mm/ SN 60.

Das ist verdächtig, konkret verdächtig. Aber sie löten ja für die Demokratie, für die Freiheit, die amerikanische, die bundesdeutsche und überhaupt. Gestalten sie doch damit in künstlerischer Handarbeit Musterköfferchen, mit denen die Freiheitsprediger dieser Welt uns zeigen, wie konkret sie die Verteidigung der Freiheit angehen.

Die bestellten Köfferchen, jedes ein Unikat, werden nach Fertigstellung geliefert. An wen? Nun, als da wären: Regierung, Nachrichtendienste, Heimatschutz, Polizei, Militär und freundlich gesonnene Partner und Freunde.

Diese, nun, bringen die Musterköfferchen in Umlauf. Einen hier, einen da, allerdings ohne Visitenkarte des jeweiligen Absenders, sie sind ja nicht blöde, die „Geheimen“, die Schnitzeljagd kann beginnen, eine Bedrohung auf einmal so konkret, wie noch nie. Na ja, die betreffende Oma heißt zwar nicht Mushtaq Altaf Bin-Khadri, und die Empfänger der Köfferchen, die unsere konkrete Oma im Auftrag der amerikanischen Freiheit zusammengelötet hat und insbesondere des am Mittwoch so mutterseelenallein ausgesetzten Muster-Probier-Köfferchens sind nicht identifiziert, aber „DIE“ deutschen Dienste geben ja auch nicht die Namen ihrer VM-Leute bekannt. Das sollten wir schon verstehen.

Wichtig ist doch, dass wir Angst haben, viel Angst. Vor der diffusen Gemeinheit des Unbekannten. Nicht etwa davor, dass Objekte wie Flughäfen, 17 in der Gegend herumstehende Atom Kraft-Werke inclusive deren „Zwischenlager“ alternativlos sicher sind und deshalb eben NICHT geschützt sind, so konkrete Ängste sind wiederum nicht erwünscht.

Weihnachtsmärkte sind zum ängstigen frei gegeben.