21 Jan 2016

OnTour 2016 / Bayern, die Erste

Submitted by Bernd

Die erste Tour des Jahres 2016 steht an, soll hier über Vorbereitung und den Ablauf der Ereignisse berichtet werden. Es wird eine relativ kleine Unternehmung sein. So ist in der Gegend von Berchtesgaden die noch recht frische Erinnerung aus 2015 zu erneuern und vorher im Bayerischen Wald an lang vergangene Zeiten anzuknüpfen.

Bild: Bernd Ebert

Mittelbayerischer Wald in der Gegend von Regen, Bodenmais, Bischofsmais - aufgenommen Ende Dezember 1979

 

 

 

 

 

 

Mehrfach war ich seit dieser Zeit wieder im Bayerischen Wald, jedoch viel weiter südlich, oft am Dreiburgensee und damit nicht weit von Passau. Nun ist Gelegenheit, der Gegend um die Stadt Regen, nach Jahrzehnten wieder etwas näher  zu kommen.

Als alter Rückversicherer bzw. einfach aus vielfältiger Erfahrung heraus habe ich erstmal nur drei Übernachtungen incl. Frühstück reserviert, ist das Haus mir doch absolut neu. Wenn alles passt, warum dann nicht länger; oder nochmal. Allerdings habe ich geplant (entsprechend reserviert), am Mittwoch erstmal für vier Tage nach Schönau am Königssee zu fahren, eben dort wohnen, wo es mir bereits im Februar 2015 gut gefallen hat. Danach ist open end und falls Haus in Bodenmais ok war, so spricht nichts dagegen, auch auf der Rücktour dort nochmal einzukehren. Mitte Februar allerdings sollte Berlin wieder erreicht werden, steht mein Geburtstag im Kreise lieber Menschen an.

Am Sonntag den 31. Januar soll es losgehen. Nicht zu früh, ist die Strecke bis zur bereits gebuchten Unterkunft in Bodenmais doch wirklich überschaubar. Außerdem, am Abend vor der geplanten Abreise steht noch die Geburtstagsfeier eines lieben Freundes auf dem Programm. Da sollte man sich schon den Rücken freihalten; sozusagen ...

Was sollte vorab erledigt werden, muß mit auf die Tour?  Das Fahrzeug winterfest machen dürfte klar sein, genug blaues Wasser in der Scheibenwaschanlage und als Reserve ist nicht verkehrt. Genügend winterfeste Kleidung, auch Schuhwerk für zumindest mittellange Wanderungen sollte nicht vergessen werden. Kein großes Essgeschirr, wie auf der letzten Nordlandtour, aber der Reise-Wasserkocher muß mit, etwas Werkzeug (Teller, Messer, Gabel etc.) ebenfalls. Pulverkaffee, Teebeutel, Mineral- und stilles Wasser in kleineren Mengen darf es schon sein. Vielleicht auch einige, mit Wasser aufzugießende Fertiggerichte im Becher. Nun ja, was so sinnvoll erscheint, soweit die Unterkunft eben auch mal nicht verlassen werden soll.

Ansonsten, neben Kamera, Smartphone und Notebook, der (auch) dokumentierenden Verbindung zur Außenwelt, dann natürlich etwas Lesestoff. Derridas "Schurken"sind zwar bereits zu mehr als der Hälfte gelesen, sollten nun jedoch endlich, final erledigt werden. Ich liebe es, diese manchmal endlosen Schachtelsätze; fast wie eine gute Programmiersequenz. In (Sprach)philosophie gekleidete Aktualität, was will man mehr?

Und dann, gerade erhalten, diese Beiden. Das kleine Büchlein von Slavoj Zizek ist eine Empfehlung des FC-Bloggers Mopperkopp und der kaum umfangreichere Text von Werner Ruf kam mir im Nachgang dieser IMV-Veranstaltung vom Dezember 2015 unter. Das dürfte für die Tage reichen, bin eh' kein Schnell-Leser.


Nachtrag I, 28.01.2016:

Die aktuelle Wetterlage für Bodenmais, die zwei voll verfügbaren Tage (Mo./Di.) scheint mir nicht ganz optimal, wird mit leichtem Regen zu rechnen sein. Größere Wanderungen sind wohl nicht so angezeigt. Vielleicht eine Fahrt zum Arber(see), dort etwas laufen und dann die Runde zurück über Bayerisch-Eisenstein, so vielleicht. Wird kurzfristig, vor Ort zu entscheiden sein, welcher der beiden Tage dann dafür besser geeignet ist.


Nachtrag II, 02.02.2016:

Die im vorherigen Nachtrag angegebene Runde ist absolviert, einschließlich einer etwas beschwerlichen, gut einstündigen Wanderung um den großen Arbersee herum. Ansonsten war das Wetter in diesen mittleren Höhenlagen sehr wechselhaft, die Sicht wegen der tiefhängenden Wolken oft begrenzt.

Hier einige Impressionen.

Aber immerhin, Regen blieb weitgehend aus und ähnlich soll es im morgen (Mittwoch) anzusteuernden Schönau bei Berchtesgaden aussehen; tief hängende Wolken, begrenzte Sicht mit etwas Regen und auch geringem Schneefall. Es bietet sich somit für Donnerstag ein Besuch der Watzmann-Therme geradezu an.


Nachtrag III, 05.02.2016:

Für morgen (Samstag) nun ist weitgehend schönes Wetter angesagt, wird eine größere Rundtour eingeplant. Im letzten Jahr und von gleicher Stelle aus ging es -oben im Blogtext verlinkt- auf die Planneralm. In diesem Jahr und ebenfalls teilweise auf nostalgischen Pfaden soll es erst in die Widschönau, auf die Schönanger Alm gehen, dann über das Zillertal und den Gerlospass, Kaprun etc. südöstlich zurück; so in etwa. Ob dann in Schönanger eine Wanderung möglich ist, das muss sich zeigen, werden die Schneverhältnisse bestimmen. Die entsprechende Ausrüstung geht jedenfalls mit auf die Tour.


Nachtrag IV, 06.02.2016:

Eigentlich war eine größere Rundtour geplant, so wie im vorherigen Nachtrag verlinkt. Aber erstens kommt es anders und zweitens war das sehr gut so. Spät gestartet, erst noch den Hintersee in der Ramsau besucht, dort  diesen Faschingsumzug erlebt, so ward die Schönanger Alm erst kurz vor 13 Uhr erreicht; und das Wetter ist herrlich. Also Gelegenheit für eine lange Wanderung tief in die Alm hinein, wo es dann auch keinen geräumten Weg mehr gab. Zuerst noch die gespurte Loipe, die möglichst nicht zu betreten ist und später nur noch die Spuren der Tourengeher. Knapp zwei Stunden unterwegs und danach rechtschaffend geschafft.

Dann schau mer mal ... Anschließend eine warme Kassuppen im Almhaus zu mir genommen und erst gegen 16 Uhr ward Wörgl, das Inntal wieder erreicht. Keine Chance mehr, den weiteren, wesentlich größeren Teil der Runde noch halbwegs bei Tageslicht zu schaffen. Das muss warten bis zum nächsten Mal, aus heutiger Sicht Ende April diesen Jahres.

Ja, die Landschaft auf der Alm ist (und bleibt) wie sie ist; über Jahrzehnte immer wieder gern in Augenschein genommen. Einzig diese kleine Kapelle mit Altar und lediglich drei Sitzreihen ist neu; ähnlich einer älteren am Übergang zum Horler Stiegl, dort in der Wildschönau. Aber eben nagelneu und das wohl einzige in Jahrzehnten neu errichtete Bauwerk auf Schönanger.

Kommentare

sind zum brüllen :-)
Ich kann mich na klar nicht mehr an den Dezember 1979 erinnern, aber das Bild ist nett. Schön viel Schnee. Wir sehen uns nächste Woche :-)

Wie wär´s mal zwischendurch mit einer kleinen "Hypotaxe" , ein Begriff, von dem der "gemeine Erdenbürger" annehmen könnte, es handele sich um einen erhöhten Taxitarif oder um eine verschleierte Steuer, der deutsche
Grammatiker hingegen sie als eine Satzverbindung definiert, die aus über- und untergeordneten Haupt- und
Nebensätzen konstruiert wird, die einem wenig gebildeten Rezipienten aber manchmal den Zusammenhang
eines Textes verlieren lässt und Kopfschmerzen bereitet, dem elaboriert Schreibenden jedoch als Ausdruck ei-
nes differenzierten Weltbildes und seiner Formulierungskünste dient - besonders in Argumentationsketten,
weitschweifige Parenthesen, Geschwafel und "Geschwurbel" inbegriffen, - und die sich wie ein langer Bandwurm
"endlos" durch die Textteile schlängelt, so dass leicht der Eindruck entstehen könnte, sie sei gelegentlich besser
durch eine Parataxe zu ersetzen, damit der Leser den Sinn der Nachricht zu decodieren im Stande ist, das Wesent-
liche vom Unwesentlichen zu unterscheiden vermag und das Gebilde nicht doppelt und dreifach durch seine
Gehirnwindungen zu zwängen genötigt wird?!

Alles klar , Bernd? Ich hoffe, ich habe dich mit meiner kleinen Sentenz ein wenig zum Schmunzeln gebracht.
Viele erkenntnisreiche Momente bei Deiner Lektüre "On Tour 2016" -

Martin P.

Bild des Benutzers Bernd

Derrida hat Dich beim kurzen Querlesen nicht überzeugt; ich dachte es mir ...

 

Danke für die kurze, etwas längere Kostprobe Deiner dahingehenden Fähigkeiten. Da mag ich gern schmunzeln, ganz ohne Taxe. So ist das Formalsprachliche, auch wenn es mir (formal-inhaltlich) meist verständlich erscheint, dann eben nur die eine Seite der Medaille. Die andere nimmt den Begriff des Schurken samt seiner Weiterungen (Schurkenstaaten etc.) in den Blick, eine philosophische Perspektive jenseits der eher schlichten, in der Regel negativ konnotierten Zuweisungen des politisch-medialen Mainstream hierzulande.

Vielleicht, soweit Du aktuelle, gesellschaftspolitisch provozierende französische Philosophie an Dich heran kommen lassen wolltest, wäre die Lektüre von "Der kommende Aufstand" nicht verkehrt; ein Stück weit Derrida, aber ohne endlose Schachtelsätze. Hier als pdf  zum Online-lesen bzw. runterladen; oder für gut zehn Euro zu kaufen, das kleine Büchlein. Eher formal (in der Gliederung), denn inhaltlich ist es Dantes Höllenkreisen nachempfunden, müsste ich die Göttliche Komödie nun wirklich erst einmal lesen (und verstehen) um weitere Parallelen entdecken zu können.

Gruß, Bernd
 

Bild des Benutzers Marie

 

in der ddr war es die nördlichste am kap arkona (deine die südlichste???)

 

Bild des Benutzers Bernd

Nein, gerade in Italien, auch in Griechenland und in Spanien sind diese kleinen Kapellen nicht zu übersehen.

Hier ein Beispiel relativ zu Beginn der Talstraße in der Valle Maira, nordwestlich von Cuneo.

Dann am Friedhof von Stroppo; rechts kaum zu erkennen und links in dem Haus wohnten wir mit Freunden mal für sieben Tage.

Und die dort oben werde ich mir möglicherweise im Mai ansehen, wenn alles klappt.

- - - - -

Die Bilder sind
aus diesem Blogtext.

Bild des Benutzers Marie

 

 

 

 

 

Bild des Benutzers Marie

Bild des Benutzers Marie

 

 

 

Bild des Benutzers Bernd

auch hier im Südwesten zu erleben, soweit man die (ehemals) West-Berliner Stadtgrenze überquert.