28 Jun 2016

Spiegel Plus

Submitted by Bernd

Wie eine(r) vom anderen Stern? Wahrscheinlich ist es meine Wenigkeit, die bei diesem Paymodell dann einmal mehr schmunzeln mag.

"mit einer [...] erklärungsbedürftigen Preiskonstruktion"

Warum nicht, soll doch

"Nach und nach [] ein fein – oder kleinteilig? – abgestuftes Produkt- und Preismodell entstehen, das unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse und Preisbereitschaften abbildet."

Find ich Klasse, diesen Begriff von den Preisbereitschaften; und die Hervorhebung stammt nicht mal von mir, ist in dem unten, via Infokasten verlinkten Text des Branchenportals Horizont enthalten;

ein Text, den man komplett lesen, dabei schmunzeln darf.

Daher hier nur noch dieser eine Schenkelklopfer, der ein Schlaglicht darauf wirft, welchen Anforderungen eben genau diese Art von Qualitätsjournalismus heute ausgesetzt ist:

"39 Cent soll ein Artikel zunächst einmal kosten, das ist deutlich weniger als die "Spiegel"-Stückepreise in den Einzeltext-Digitalkiosken Blendle (75 Cent, Titelstory 1,99 Euro) und Pocketstory (je nach Umfang, meist circa 1 Euro). Aus den Erfahrungen dort mag man kaum Pricing-Ableitungen für Spiegel Plus – so heißt das eigene neue Bezahlmodell – ziehen."

Achtung jetzt kommts ...:

"Beim Blick auf die höheren „Spiegel“-Preise dort gilt es zu beachten, dass der Verlag beim Vertrieb über externe Digitalkioske auf Werbeerlöse verzichten und auch eine Provision abdrücken muss. Daher dürfte er ein Interesse haben, seine Leserkontakte ins eigene System zu holen – auch, um den Nutzern weitergehende Abo- und sonstige Angebote machen zu können."

Paycontent plus Werbung ohne Ende - Halleluja!
 

Wobei und ganz ehrlich angemerkt, so find' ich das gut, derart marktwirtschaftlich agieren zu können, zu müssen. Ist der Spiegel doch keine systemisch wichtige Bank, die gerettet werden müsste;

und auch kein zwangsfinanziertes GEZ-System.

Kommentare

Bild des Benutzers Bernd

arbeitet bei Spiegel Plus wie erwartet ...

Einen Pay-Artikel zum Bezahlen angeklickt und man braucht im Prinzip lediglich noch die AGB's bestätigen, dann darf gelesen werden.

Ok, spätestens nach Snowden ward mein Browser so konfiguriert und mit Add-Ons ergänzt, dass er nach jedem Schließen alles vergisst, jungfraulich dann neu startet; nicht mehr NSA, BND oder gar RedTube- kompatibel sein wollte.

Soweit klar, und nach dem Beenden und Neustart von Firefox in den Artikel wieder eingestiegen, hat das System den vorherigen Kauf von "Cindy aus Marzahn" auch fast komplett vergessen.

"Fast", weil irgend etwas stimmt nicht, meint LaterPay; und fordert zum Registrieren bzw. Einloggen auf.

Klar, die beim Kauf aktuelle IP-Adresse wird wohl mitgeloggt, dürfte spätestens morgen eine andere sein, in einem anderen Zugriffsumfeld sowieso; oder kann einfach mal durch einen VPN-Tunnel testweise geändert werden.

Voi­là, Cindy kann wieder neu gekauft werden, der Zähler ist zurückgesetzt.