30 Jun 2017

Valle Maira - Juni 2017

Submitted by Bernd

Nach den Wanderungen im Frühjahr und im Herbst 2016 so mögen hier nun die Höhepunkte der dritten Valle-Tour im Mai/Juni 2017 aufbereitet werden: die bei Anfahrt gewonnenen Perspektiven werden gern eingeschlossen.


27/28.05.2017 / Anfahrt:

Eigentlich von Hessisch Oldendorf kommend, vorher dort einige Tage mit einem potentiellen Direktkandidaten zum Deutschen Bundestag verbracht, so wäre die Strecke bis nach Pfunds wohl etwas lang geworden. Glücklicherweise konnte ich bei mir lieben Menschen in Rhein/Main eine Zwischenübernachtung einlegen, so dass die sonntägliche Ankunftszeit in Pfunds sich dann sehr zivil  gestaltete. Das reservierte Zimmer war bereit, wartete schon auf mich: der Balkon nebst Speis und Trank  sowie die herrliche Abendsonne dann ebenfalls..
 


Montag, der 29.05.2017 / Reschensee:

Nun habe ich mir auch diesmal, über die obligatorische Zwischenübernachtung hinaus, zwei Zusatztage in Pfunds gegönnt und bin an einem Tag dann mal kurz über den Reschenpass zu dem etwas tiefer und bereits auf der italienischen Seite gelegenen Reschensee gefahren. Ein Parkplatz am Nordende des Sees war schnell gefunden und dann konnte die Wanderung beginnen. Im Uhrzeigersinn, auf der östlichen Seeseite nach Süden und dann auf der westlichen wieder zurück.

Die während der gut vierstündigen Tour aufgenommenen Eindrücke sind in dieser Bildergalerie  gesammelt.

 

Mittwoch, der 31.05.2017 / Passo del Bernina:

Der kürzeste Weg von Pfunds, meiner beinahe schon obligatorischen Zwischenübernachtung, er führt über die Schweiz, über St. Moritz und Chiavenna, dann an den oberitalienischen Seen vorbei (allerdings vielfach im Tunnel) runter in Richtung Mailand. Bei gutem Wetter und klarer Sicht sollte man zumindest einmal diese Alternative wählen; es lohnt sich!

Die dabei eingefangenen, für mich faszinierenden Perspektiven sind in dieser Bildergalerie  (nebst Video) hinterlegt.

Los ging es an dem Tag gegen 8:30  und die vom Navi prognostizierte Ankunftszeit (18:07) wurde dabei kaum überschritten.



Donnerstag, der 01.06.2017:

Es wird wohl ein schöner Tag, gerade richtig für den Auftakt unserer für die nächsten Tage geplanten Wanderungen.

Der Blick aus meinem Zimmer ...

und genau dort hoch, direkt von San Damiano aus soll es dann gehen.

 

<-- ein Klick auf das Bild führt zur kleinen Galerie

 

 



Freitag, der 02.06.2017:

Auch heute bleibt das Auto gut behütet im Innenhof unter dem Vordach. Und genau dort soll es heute hochgehen, werden wir und links halten, bis zum Colle Birrone (1698m) wandern. Der gleichnamige Gipfel, der Mt. Birrone soll auf einer separaten Tour in den nächsten Tagen dann folgen.

Hier also und recht kurz die Eindrücke von heute ...



Samstag, der 03.06.2017:

Heute nun soll es nun wirklich der Colle Greguri werden, musste ich (damals allein unterwegs, den Aufstieg im Hebst 2016 wegen einer sich lösenden Schuhsohle abbrechen. Jetzt aber ... sind wir zu zweit und die Wanderschuhe fast neu.

Da sollte nun nichts mehr dazwischen kommen, wurde es eine gelungene Wanderung mit immer wieder neuen Eindrücken.
 


Sonntag, der 04.06.2017:

Das Wetter meint es vorerst gut mit uns,  lockt mit strahlendem Himmel. Später soll  es dann etwas gemischt werden; meint die Wetter-App ...

Wir starten dennoch zu einer kleinen Wanderung.

Insbesondere, weil wir beim Abstieg vom Mt. Birrone einen Termin bei einem ehemaligen Großwildjäger. Der wohnt ganz einsam oben am Colle Birrone und hat uns heute zum Essen eingeladen.

Leider, wie der Freund mir später berichtete, verstarb der Toni nur wenige Wochen nach unserem Besuch.

 

So mag diese Fotogalerie dem Toni gewidmet sein ...

 

 

 

Dienstag, der 06.06.2017:

Nach vier Wandertagen am Stück haben wir uns gestern die Pause wirklich verdient, Der Freund hat heute einen unaufschiebbaren anderweitigen Termin und ich lasse es daher etwas ruhiger angehen; auf relativ sicherem Pfad, weil eben allein unterwegs.

Auf Empfehlung soll es der Mt. Bernardo (1625m) werden und der Freund setzt mich an dem kleinen Ort Tiauda auf 931 Metern ab; sind immerhin fast 700 Höhenmeter zu bewältigen. Relativ am Anfang und trotz der guten Karte verliere ich etwas die Orientierung, aber ein Einheimischer kommt mir zufällig entgegen und orientiert mich wieder auf den richtigen Weg.

Und das war die Runde des Tages ...
 


Mittwoch, der 07.06.2017:

Heute geht es wieder richtig zur Sache, wartet der Colle Maurin (2633m)

Wir parken und starten westlich von Chiappera am Ponte delle Combe (1884m). Sanfte Hänge und prächtige Wiesen prägen im unteren Teil unserer heutigen Tour das Bild. Viel steiler wird es dann auch nicht, aber der Weg zieht sich und die Schneefelder werden größer. Manchmal kann man sie umklettern, aber an einigen Stellen müssen wir einfach durch, das Schneefeld überqueren.

Der Colle selbst ist noch komplett von Schnee bedeckt, die heutige Tour in dieser Galerie, in diesen Videoschnipseln eingefangen
 


Donnerstag, der 08.06.2017:

Im Nachhinein betrachtet war es unverantwortlich, hätten wir eher umkehren müssen, uns von den Steinböcken nicht locken lassen sollen ...

Auf der Karte sah es machbar aus, die uns, insbesondere mir von einer Tour im letzten Herbst bekannte Gardetta Hochebene sowieso. Und auch der Mt. Cassorso schien mit seinen 2774 Metern kein unüberwidliches Ziel. Nicht zuletzt und wie oft an gefährlichen Stellen auch wirklich vorhanden, war das Vorhandensein von Ketten auf unserer guten Karte angegeben. Aber Scheitern darf sein, ist es gerade noch mal gut gegangen.
 

Das Auto stellen wir auf einem kleinen Parkplatz kurz vor dem Ende der asphaltierten Piste ab. Wir folgen allerdings dann nicht dieser dann recht groben Schotterpiste, sondern steigen steil auf zur Gardetta Hochebene, welche auf gut 2300 Metern gelegen ist.

Abwärts und bereits relativ erschöpft mag es dann wieder auf dieser Schotterpiste entlang gehen, haben wir das auch im letzten Herbst so gehalten, als ein anderer (Rund)kurs am Rifugio Gardetta erst richtig begann.

Dazu mehr in diesem Blogbeitrag

 

Heute nun soll es am Rifugio vorbei, erst hoch zum Passo della Gardetta (2440m) und dann auf einem Grat weiter hoch zum Mt. Cassorso gehen; eigentlich machbar, dachten wir ...

Und ehe es dann erst wurde, solange es noch Gras und Erde zwischen den Felsen gab,  begleiteten uns diese netten Gesellen, die Murmeltiere.


Alles Weitere dann in dieser Bildergalerie


 

Freitag, der 09.06.2017:

Heute, zum Abschluß dieser Touren bin ich mal wieder allein unterwegs, hat der Wanderpartner andere, unaufschiebbare Termine.

Mit einer Variation relativ am Anfang wähle ich eine mir ansonsten bereits bekannte Route, an derem Startpunkt in Macra (820m) mich der Freund absetzt, an derem Ende am St. Peyre oberhalb von Stroppo (1238m) er mich nach rund sech Stunden wieder einsammeln darf. Vielleicht gerade das Richtige, dieser grüne Schongang zum Ende dieser Wandertage.

Die Variation gegenüber der fast gleichen Tor im Herbst 2016 besteht darin, dass ich ab Langra und über den Ort Caricatori hinaus erst einmal in nördlicher Richtung aufgestiegen bin, hinter diesem Kamm und über einen in der Karte eingezeichneten Rundkurs deutlich oberhalb von Langra wieder auf den ursprünglich geplanten Weg kommen wollte. Das war jedoch nicht zu realisieren, weil irgendwann kein Weg mehr zu erkennen war, stattdessen Gräser, Büsche und andere Gewächse alles überwucherten und die Trittsicherheit nicht mehr gegeben war.

Also umkehren und auf diesem Rastplatz am Wegesrand erst mal Pause machen, dann auf bekanntem Weg und jenseits von Langra in westlicher Richtung wieder aufsteigen. Irgendwann ist auch St. Peyre zu erkennen, wo der Freund mich abholen wird. Ok, das hat geklappt und ich nehme für diesmal, mit einem langen Blick Abschied von meinem Tal.

Noch der Hinweis auf ein Mehr vom Gleichen ... wird diese von mir in beide Richtungen bereits erwanderte Route im Blog zu den Touren vom Herbst 2016 (hier nachlesbar) beschrieben. Ist nur eben kein Rundkurs, müssen Transportmöglichkeiten organisiert werden.

 

10/11.06.2017 / Rückfahrt:

Recht früh geht es los, wird Pfunds auf dieser Route dann bereits gegen 16:30 , also fast genau zu  der vom Navi geschätzten Zeit erreicht.

Auch am Sonntag geht es bereits vor 9 Uhr wieder los, das vor mir liegende Terrain nicht wirklich unbekannt.

Deutlich nach 20 Uhr ist Berlin erreicht, liegen auf dieser Tour gefahrene 3716 Kilometer nun hinter mir.