Paid Content

Freitagsnabelschau, die dreihundertachtundvierzigste

So eine gepflegte Nabelschau von in der Regel anonymen Avataren, Reinkarnierten und anderen Virtuellen ist immer mal nötig; auch und gerade beim Freitag, wo zumindest verbalsprachlicher Intellekt aus jeder Pore kriecht, aus jeder Zeile dessen, der sich berufen fühlt - herabzuschauen.

Exit Strategy - Rette sich wer kann!

Dass Springer sich erkennbar aus dem Print, dem papiernen Geschäft zurückzieht, dass will wohl verstanden sein, bietet zumindest Anlass für Spekulationen. Und dabei ist noch nicht einmal bekannt geworden, ob das erst vor wenigen Wochen eingeführte Pay-Modell der Bildzeitung überhaupt erfolgreich ist. Faszinierend ...

Paywalls aus technisch-administrativer Sicht

Wahrscheinlich besteht sofort Einigkeit, wenn hier festgestellt wird, dass es bislang keine allgemein akzeptierte, einheitlich gestaltete, zumindest schon ein Stück weit bewährte, einfach zu handhabende, datenschutzrechtlich unbedenkliche Bezahlsysteme für Medien, gerade für periodisch erscheinende Medien gibt; Systeme welche darüber hinaus auch für den Nutzer ohne Einschränkungen die jeweiligen Inhalte (den Content) bereitstellen.

Augsteins Payroll, Paywall

Beim Freitag steppt der Bär, brennt die Luft, laufen eh' hochfrequente SchreiberInnen zu Höchstform auf. Die Zahl der entsprechenden Blogs zu Bezahlsystemen im Allgemeinen und dem Augstein-Blog im Besonderen ist kaum noch überschaubar. Mitlesen kann lohnen, weniger wegen der persönlichen Extrovertierung Einzelner, denn der teilweise guten inhaltlichen Tiefe und weitestgehend ohne die sonst so beliebten persönlichen Anfeindungen.

Haaretz

Die englische Internet-Ausgabe der liberalen israelischen Tageszeitung HAARETZ gehört seit rund einem Jahr zu meiner bevorzugten Lektüre, gerade wenn es -und gern sehr global betrachtet- um den Nahostkonflikt, einen dahingehend seriösen Diskurs ohne Diffamierung auf der persönlichen Ebene geht; allfällige intellektuell weiterführende Anregungen eingeschlossen.

RIP DRM ?

So schnell, wie in diesem Artikeltitel vermutet, so in Bälde wird das nicht kommen, wird das digitale Rechtemanagement als den Kunden gängelndes Kontrollinstrument nicht fallen. Kopierschutzfreie Bücher für sog. E-Reader, in offenen Formaten und gar auf jedem PC etc. zu lesen, das ist zur Zeit kein Geschäftsmodell und die "early adopters" werden noch so manches Leergeld -ja, gern mit "ee"- bezahlen müssen.

FTD-Premium

Neuer Versuch, neues Glück. Ein Medium mit eher selektiver und dennoch zahlungskräftiger Leserschaft, in der Mehrzahl wohl geschäftlich orientiert kann "das" natürlich durchsetzen, was der NYT auch nach mehreren Anläufen noch nicht wirklich gelungen ist. Wie es hierzulande bei den "normalen" Tageszeitungen aussieht - soweit sie ebenfalls verschiedene Spielarten von Zahlungsmodellen eingeführt haben - darüber schweigt des Sängers Höflichkeit; von den hippigen Apps, den Mauskinos für die Nerds auf diesen Smartphones etc. mal abgesehen.

Zweitleserschaft

Ja, die reale (noch) Satire kommt erst weiter unten im Text. Nachdem das angeblich absolut notwendige Leistungsschutzrecht der Verlage schon mal die deutsch Sprache unter Copyright stellen wollte (Einzelne Sätze, Überschriften, gar Worte; was ist mit den Buchstaben?), so ist es nun wirklich an der Zeit gegen die üblen Zweit/Dritt/xyz-Leser vorzugehen.

Visionäre, "flattrige" Implikationen

Vor gut einer Woche, mein Kommentar bei fixmbr, und dort nicht weiter kommentiert. Wollte im Grunde hier noch etwas ausführlicher dazu Stellung nehmen. Das hat sich nun beinahe erledigt, für die umfangreiche, inhaltliche Bestätigung meiner Reflektionen durch andere, kompetente Blogger sei ausdrücklich gedankt.

Micropayment kommt; vielleicht ...

Nach Kachingle nun Flattr, und Carta nutzt schon beide Systeme, während der Spiegelfechter wohl von kachingle auf Flattr umgestiegen ist; vielleicht. Für Micropayment ist die Zeit nun wohl wirklich gekommen, über lokale und/oder gruppenbezogene Akzeptanz hinaus. Und wo könnte dies nicht besser, nicht einfacher nicht quantitativ umfassender genutzt werden als im World Wide Web?

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