Philosophie

Genderama

Seit einigen Tagen wird über dieses Freitags-Gespräch dreier Damen zum (wohl auch?) Feminismus der aktuellen Bundeskanzlerin diskutiert. Mal sachlicher, mal weniger und es war für mich im Grunde kein Anlass gegeben, dem Thema, dem Blogtext näher zu treten, mich gar zu beteiligen. Wenngleich mir die freitagsexterne Antje Schrupp nicht vollkommen unbekannt ist, ich einige ihrer Texte nicht nur gelesen, möglicherweise gar hier irgendwo darauf verlinkt bzw. daraus zitiert habe; schlußendlich die Gedanken der Bloggerin nachdenkenswert fand.

Moshe Zuckermann in Berlin

Bild: Bernd Ebert

 

Wie bereits vor wenigen Tagen hier im Blog angekündigt, so gab es am 31. Mai die Gelegenheit, den israelischen Soziologen Moshe Zuckermann bei einer Podiumsdiskussion der Tageszeitung "Junge Welt" real zu erleben. Anlass war die Vorstellung des zweitem Bandes "Wider den Zeitgeist", einer auf drei Teile angelegten Vortrags- und Essaysammlung Zuckermanns aus den letzten zehn Jahren.

 


 

Arendt - der Film

Nach der Rezension bei SPON ist das wohl ein sogenanntes "must see". Nicht unbedingt wegen der intellektuellen Tiefe, die in einem Film wohl nie das transportieren kann, was das Buch vermag. Nein, eher der Atmosphäre dieser Zeit, dieser rund fünf Jahre in New York geschuldet, eben die wesentliche historische Spannweite des Films. Die eigenen, mehrfachen Aufenthalte in dieser Stadt sind dabei keinesfalls hinderlich; im Gegenteil. Und Jack Kerouacs "On the Road" rollte diesen bei mir meist positiv ankommenden Kulturschock nochmals auf.

Wagner&Co.

Eigentlich war ich in anderer Mission im Netz unterwegs, kam dann jedoch "irgendwie"  auf die Spuren von Wagner; dem Komponisten Richard Wagner, versteht sich und konkret über den angegebenen Link zu Haaretz. Der Veranstalter, Yonathan Livni, ist ebenfalls ein Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, was ihm in diesem Falle wohl aber wenig nützen wird, er "das" erst einmal betriebswirtschaftlich wird überleben müssen und es schlußendlich ja hätte wissen können, Barenboim lässt grüßen ...

Als ein undogmatischer Vegetarier ...

mag ich einige Überlegungen darbieten, mein Verhalten ein wenig und gern auch kritisch reflektieren. Anlass ist das (Streit)gespräch in der taz, zwischen einer eher undogmatischen, auf allgemeine menschliche Verhaltensweisen sehr pragmatisch orientierten Vegetarierin und einem knallharten "alles oder nichts" Vertreter der fleischlosen Ernährung.

Vom "immer mal einhalten"

Gestern habe ich einen Großteil meiner Blogbeiträge bei der Freitags-Community gelöscht. Nicht weil es irgendwo in den Kommentaren eskalierte, ein konkreter Anlass bestand, mir meine Schreibe vielleicht peinlich wurde. Nein, viel einfacher: Es ist nicht wirklich, bestenfalls partiell wichtig, dieses virtuelle "second life". Es gibt Phasen mit höherer und eben auch mit geringerer Intensität. So ist das Leben.

Doomsday for Multi-level Governance

Der Hinweis auf den Tag des jüngsten Gerichts mag überzeichnet sein, schlußendlich winken lediglich Elend und Leid für immer mehr Menschen, geht es "danach" wieder stramm aufwärts und hierzulande überwiegen - bislang jedenfalls - die eher softigen Töne des besserwissenden Zuschauers, an dessen Wesen "die Welt" ein weiteres mal genesen wollte.

Vom Schwarzfahren

und dem "Erschleichen von Leistungen". Der im Hamsterrad laufende Konsument und Leistungsträger, der verrohende Mittelschichtler wendet sich mit Grausen. Nicht wirklich neue "Kopf-ab" Fantasien sind gefragt; wenigstens das (kalifornische) lebenslänglich via diesem "three strikes and you're out" wäre für die Delinquenten angebracht, oder?

Elmar Altvater im Freitag - Aristoteles als Antisemit

Elmar Altvaters Texte waren Anlaß genug, bereits den "alten Freitag" immer mal zu lesen. Zwei Beiträge aus dem Jahre 2008 mögen hier und in einem weiteren Teil noch einmal in Erinnerung gerufen werden, der Beweggrund ist dabei "etwas um die Ecke". In meinem Blogtext -auf dem Freitag umfangreich diskutiert und bis zur Kommentarsperre weitgehend sachlich verlaufen- stellte ein Kommentator die beiden Altvater-Texte via Link ein. Die Intention des Einstellers: bei Altvater - oder generell in der Kapitalismuskritik - antisemitische Tendenzen und Denkweisen erkennen zu wollen. Dies jedoch möge hiermit auf ein Level herunter gebrochen werden, welches mein Verständnis von Altvater reflektiert.

Academic reload / Last exit

Oft wird dieser Tage über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) diskutiert, werden immer mehr Menschen vom Wirtschaftssystem als sog. Minderleister ausgespuckt, fragen nach Sinnhaftigkeit dieser Entwicklung und könnten partiell dem System, "unserem" Gesellschaftsmodell gar gefährlich werden. Neben der Finanzierung des BGE (ggf. als Totschlagargument) ist ein Aspekt bzw. eine Weiterung immer wieder in der kontroversen Diskussion. Führt das BGE zu einem passiven, einem dumpfen Dahinvegitieren oder kann es, frei von den Zwängen der Existenzsicherung zu neuen Ufern leiten? Beides mit Sicherheit und dazu,  in der Regel, wohl zu allen Spielarten zwischen den beiden Extremen führen. Und im Prinzip gibt es das ja schon, das BGE - es wird nur nicht immer gleich und dergestalt erkannt.

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