Medienkrise

Fundraising

Diese Tage war in der taz zu lesen, dass die Wochenzeitung "Der Freitag" finanzielle Probleme hat, sparen muss. Nun sollte dennoch umgehend konstatiert werden, dass der Freitag ein Investorenobjekt ist, bei dem die finanziellen Probleme im Grunde lediglich Wegemarken sind, schlimmstenfalls in einer (Teil)abschreibung des eingesetzten Kapitals münden. Als Spiegel-Erbe wird der Investor dies mit Sicherheit verkraften. Zwei andere Aspekte wiegen nach meinem Dafürhalten jedoch schwerer, sind substantieller in ihren Auswirkungen, aber auch Fragestellungen.

Medienkrise(n) - nimm's leicht...

"ebertus, Sie schreiben schlecht" - diese schnöde Wahrheit, attestiert von einer Bloggerin welche mir nur virtuell, eher wenig bekannt ist und die gerade (andauernd) ihre Sommerpause betreibt. Ja, was soll mann dazu sagen? Betroffen sein, überrascht? Sich entschuldigen? Meine Antwort wäre:

"Am Monatsende war und ist bei mir das Geld für dieses halbwegs angenehme Leben auf der Bank. Und ohne eine einzige Zeile Schöngeistiges, Hochqualitatives oder tiefschürfend Geschwurbeltes je zu Papier, auf den Bildschirm gebracht zu haben".

Freitag, taz und Junge Welt

Im Zweifelsfalle "links" sind mit Sicherheit die drei genannten Medien, von kultur- bis oft schon buntlastig links, über grün/seriös links bis klassisch- im Einzelfall erkennbar dogmatisch links. Aber eben "irgendwie links", um dieses Wort von Jakob Augstein nicht als strenge Definition, eher als ein "irgendwie" geartetes Glaubensbekenntnis zu verwenden.